Das Register ist eine Dokumentation von rechtsextremen und diskriminierenden Vorfällen, die sich in Berlin ereignen. Diese Vorfälle können von Bürger_innen und verschiedensten Akteuren (Schule, Fachämter, Beratungsstellen, Vereine etc.) bei den verschiedenen Anlaufstellen im Bezirk gemeldet werden. Dann werden sie an die Koordinierungsstelle aller Register des Landes Berlin weitergeleitet, wo sie gesammelt, ausgewertet und veröffentlicht werden.
Ziel des Registers ist aber nicht nur die Dokumentation und Analyse von rechtsextremen Vorfällen, sondern auch das Sichtbarmachen von Diskriminierung im Alltag auf lokaler Ebene. Durch die Veröffentlichung der Vorfälle und die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Register wächst das Interesse für die Problematik der Diskriminierung, insbesondere in der eigenen Nachbarschaft. Das Gefühl selbst auch betroffenen sein zu können oder die Betroffenen zu kennen, führt zu mehr Solidarität gegenüber jenen Menschen, die Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren.

Die Dokumentation der Vorfälle wird veröffentlicht und kann auf der Internetseite der Berliner Register in der Chronik Mitte unter http://www.berliner-register.de/chronik/mitte eingesehen werden. Jährlich werden alle Vorfälle in Mitte ausgewertet. D.h. es entsteht eine Statistik an welchen Orten bestimmte Formen der Diskriminierung besonders häufig sind oder wo die rechte Szene ihre Aktionsschwerpunkte hat. Diese Ergebnisse des Registers vermitteln den unterschiedlichen demokratischen Akteuren im Bezirk ein detailliertes und aktuelles Bild, auf das sie mit Maßnahmen reagieren können.

Seit August 2014 wird die Registerstelle Mitte von NARUD e.V. als Träger geleitet. NARUD e.V. ist eine migrantische Organisation, die sich insbesondere für Integrationsförderung, entwicklungspolitische Bildungs- und Entwicklungszusammenarbeit einsetzt und das Ziel verfolgt, dass sich Migrant_innen in Berlin als voll akzeptierter Bestandteil der Gesellschaft wiederfinden. Es ist folgerichtig ein selbsterklärtes Anliegen von NARUD e.V. dazu beizutragen, alle Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung in aufklärerischer Weise sichtbar zu machen und zu überwinden.

logo-grey

NARUD e. V. engagiert sich seit 2005 in der Völkerverständigung durch Integration von ZuwanderInnen, insbesondere von Minoritäten in Deutschland, sowie in der Entwicklungszusammenarbeit.

Kontakt Adresse

  • Genterstraße 7, 13353 Berlin
  • +49 (0) 30 - 91 51 54 16
  • +49 (0) 176 - 88 07 40 39
  • info@narud.org
  • Narud e.V.
  • Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.